Erwin Leonhard

Arbeiten an der Kirche von 1950 bis 2013

Drei der vier Glocken unserer Kirche wurden 1942 für Kriegszwecke eingeschmolzen, nur die kleinste blieb der Gemeinde. Bereits am 17. September 1950 wurde ein vollständig neues Geläut mit dem gleichen Klangbild in Dienst gestellt. Die alte kleine Glocke wurde nach dem Guss der vier neuer Glocken an die Herstellerfirma Schilling in Heidelberg zur Verrechnung abgegeben.

Im Januar 1945 ging bei der Explosion eines Munitionszuges nördlich des Bahnhofes auch in der Kirche eine ganze Reihe von kleinen Fensterscheiben zu Bruch und musste ersetzt werden. In den Jahren 1950 bis 1952 wurde eine Sanierung des Kirchenspeicherbodens in Angriff genommen. Das Gebälk wurde mit einem Holzschutzmittel behandelt, einige Balken sogar durch neue ersetzt.

Wie durch ein Wunder entging die Kirche Ende Dezember 1959 einer großen Katastrophe: einem Schwelbrand fielen nur die neben der nur wenig beschädigten Kanzel aufgestellte Krippe und die Bänke auf der Nordseite zum Opfer. Die gesamte Kirche war zwar rauch- und rußgeschwärzt, aber das Gebäude brannte nicht ab - möglicherweise auf Grund der Tatsache, dass "sämtliche Türen und Fenster dicht verschlossen waren und dadurch dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entzogen war" [1]. Bei der nun notwendigen Innenrenovierung nutzte man die Gelegenheit, eine Bankheizung einzubauen. Der Großteil der Arbeiten wurde von Edenkobener Firmen ausgeführt. In diesem Zusammenhang ersetzte man das sich an der Rückwand der Kanzel aufgemalte "Auge Gottes" (Dreieck mit Strahlenkranz) durch ein Kreuz mit Strahlenkranz. "Das alte, hohe Altargeländer wurde durch ein niedrigeres ersetzt und der Altar zur Kanzel hin verschoben."[1] Auch die heute noch benutzte Beleuchtung wurde eingebaut.

1972 wurde das Turmdach neu eingedeckt, die Blitzschutzanlage und die Turmbekrönung erneuert und eine Sandsteinreinigung vorgenommen. Im darauf folgenden Jahr folgte die Außenrenovierung der Kirche: Neueindeckung des Kirchendaches, Einbau von Dachgauben anstelle der Dachfenster, Bekämpfung der Schädlinge im Dachgebälk, neue Regenrinnen, neuer Außenputz. Ursprünglich sollten die Farbfenster in der Nordwand der Kirche herausgenommen und durch farbloses Antikglas ersetzt werden. "Diese Erneuerung stieß auf Widerspruch in der Gemeinde. Wir haben dem Protest aus der Gemeinde zu verdanken, dass in drei Fenstern an der Nordwand die Bilder mit der Christusgestalt und den Köpfen von Martin Luther und Philipp Melanchthon erhalten blieben." [1]

Der untere - alte - Teil des Turmes wurde 1984 gereinigt, neu ausgefugt und mit neuen Schallläden versehen. "Ein letztes Mal beteiligte sich die Stadt Edenkoben großzügig an den Kosten. Damit waren, durch Vertrag geregelt, die Baulastverpflichtungen der Stadt Edenkoben am Turm unserer Kirche abgelöst."[1] Der Neuanstrich im Inneren war ein Geschenk der Firma Schüdzig, Edenkoben, an die Kirchengemeinde.

Ab dem Jahr 1989 wurde die Kirche nach und nach mit neuen Bänken ausgestattet. Die mechanische Kirchturmuhr ersetzte die Stadt Edenkoben als Eigentümerin im Jahr 1998 durch eine Funkuhr. Am Turmumgang wurden 2001 Sicherungsarbeiten vorgenommen, damit ihn die Besucher gefahrlos nutzen können.

Als Mitte 2002 umfangreiche Sanierungen am Kirchturm anstanden, schlug Pfarrer Anefeld vor, einen Kirchbauverein zu gründen. Anfang 2005 fand dazu die Gründungsversammlung statt.

Im Sommer 2003 wurde das Dach des Kirchturms saniert. In diesem Zusammenhang brachte man an allen Schallläden Edelstahlnetze an, die das Eindringen von Dohlen, Turmfalken und Tauben verhindern sollen. Dabei wurden zwei Öffnungen belassen, hinter denen Verschläge eingebaut sind.

Bereits im Spätjahr 2005 - also kurz nach Gründung des Kirchbauvereins - trugen sich die Verantwortlichen mit dem Gedanken, die Außenfassade des Kirchenschiffs zu renovieren. Bei der Entfernung des Putzes im Frühjahr 2008 wurden starke Schäden an der Dachkonstruktion sichtbar, die man natürlich sofort beheben musste. Die Reparaturen waren im Herbst 2008 abgeschlossen.

Eine Orgel bedarf einer regelmäßigen Pflege, so auch im Jahre 2009. Dabei konnten durch die engagierte Mithilfe einiger Gemeindeglieder erhebliche Kosten eingespart werden.

Im Sommer 2013 entschloss sich das Presbyterium die Innensanierung der Kirche anzugehen. Hierzu wurde eine Architektin aus Neustadt mit der Planung und der Kostenermittlung beauftragt.

[1] Pfr. Mittag: "Die Kirchenrenovationen der letzten sechzig Jahre" in dem Buch "250 Jahre protestantische Kirche Edenkoben", Speyer 1990, S. 76 ff.)

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